Norbert Thines
 
08.04.2014 Norbert Thines - "das soziale Gesicht von Kaiserslautern"


"alt-arm-allein Kaiserslautern e.V." ---

Norbert Thines   ---   "das soziale Gesicht von Kaiserslautern"

zu Gast bei der CDU-Bobenheim-Roxheim

Manche waren gekommen, um den ehemaligen Präsidenten des 1.FCK aus der Nähe zu erleben, eingeladen war  Norbert Thines aber hauptsächlich, um über seinen, von ihm geführten, Verein „alt, arm und allein Kaiserslautern e. V.“  zu berichten , ein von der Landesregierung als Projektmodell anerkanntes Engagement vieler Bürger und der "RHEINPFALZ".

Er wurde herzlich begrüßt vom  CDU Vorsitzenden Frank K. Peter und  von CDU-Vorstandsmitglied Jürgen W. Martin, der ihn  vorstellte als

„das soziale Gesicht der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern“.

Norbert Thines war auf Grund seines vielfältigen, langjährigen und  ehrenamtlichen Engagements das Bundesverdienstkreuz und der Goldene Ehrenring des 1.FCK verliehen worden.

Norbert Thines berichtete:

In den 90ziger Jahren saßen Vertreter der  katholischen Kirche St. Maria , der evangelischen  Apostelkirche aus Kaiserslautern und ein Rheinpfalz- Journalist zusammen und überlegten, wie  man älteren, einsamen und bedürftigen Menschen helfen könnte. Von "Altersarmut " war  damals noch kein Rede. Es ging den 4 Männern darum, unbürokratisch, spontan, ohne Ansehen der Person, zu helfen  - dort, wo die sozialen Netze nicht griffen oder hohe bürokratische Hürden bestanden.  Hauptsächlich um die  Weihnachtszeit waren die Hilfen am notwendigsten.

Man ging an die Öffentlichkeit und die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Geld wurde gespendet, Sachspenden gingen ein. Es meldeten sich Helferinnen und Helfer, die mitmachten viele Weihnachtspakete zu packen und zu verteilen. 

Da es bei dem sozialen Anliegen nicht ohne rechtlichen Boden ging, war rasch der Verein „alt-arm-allein“ war aus der Taufe gehoben, ein riesiges Netzwerk entstand.

In Zusammenarbeit mit der „Tafel“, mit der „Glockenstube“ -Obdachlosenbetreuung- und der Suppenküche bei den Franziskanern half und hilft  man überall, wo die Not am größten ist, wo Hilfe gebraucht wird.

Es soll Menschen geholfen werden, im Alter ihre Lebensqualität zu bewahren, die, ganz gleich unter welchen Umständen, aus dem sozialen Netz herausgefallen sind.

„Altersarmut ist nicht zu vermeiden , aber man kann sie lindern!“ erläuterte Norbert Thines. 

70 bis 80 ehrenamtliche Helfer/Innen, d. h. zur Verschwiegenheit verpflichtete Betreuer von zur Zeit rund 450 betreuten Menschen, gibt es mittlerweile, die in dieser Arbeit auch für sich selbst eine sinngebende Lebensaufgabe sehen.

Bargeld wird nicht ausgezahlt, es werden Wünsche berücksichtigt und von den Mitarbeitern notiert, dann erhält der Bedürftige z. B. zum Monatsende ein Paket, in dem er oder sie das Notwendige findet.

Auch  eine Waschmaschine, eine Mikrowelle oder ein Fernseher kann darunter sein, denn in Zusammenarbeit mit der „Rheinpfalz“ und den „ ca. 300 Bettelbriefen“, die Norbert Thines persönlich schreibt, gehen viele Spenden ein. Im Jahre 2013 waren das immerhin  ca.300.000 € !!!.

Wichtig  sind  aber auch ideelle Hilfen, bei Behördengängen, Beistand in schwierigen Lebenssituationen und hauptsächlich  ZUWENDUNG!

Neben vielen anderen Aktionen beeindruckte die Zuhörer die jährliche Weihnachtsfeier am Heiligenabend, an der 70 Obdachlose  mit einem fürstlichen 3 Gang-Menü bewirtet werden. Gedichtvorträge, Sketche, gemeinsames Singen oder ein Schauspieler aus dem Pfalztheater runden die Feier ab. Jeder bekommt noch ein Geschenkpaket, geht zufrieden nach Hause und konnte seine Probleme einmal in froher Runde vergessen.

Viermal im Jahr gibt der Verein eine kostenlose Druckschrift mit dem Titel

„Wir“

das Blatt für ältere Menschen in Kaiserslautern und Umgebung

heraus, das in einer Auflage von 5.000 Stück in Geschäften und Banken, in karitativen Einrichtungen sowie in den Kirchen zur Auslage kommt und regelmäßig innerhalb weniger Tage vergriffen ist.

Der Verein wurde für seine Engagement, in dem alle sozialen Gruppie-rungen mitarbeiten, mit  dem „Hans-Rosenthal-Preis“  ausgezeichnet.

Mit großem Charme und völlig uneitel erzählte Norbert Thines noch  von seinen weiteren vielfältigen Aktivitäten, wie z.B. Transporte für die Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nach Weißrußland. Das Bundesverdienstkreuz, das er verliehen bekam, war nach der einhelligen Meinung der Zuhörer, eine verdiente Ehrung.

Bei der anschließenden Diskussion, von Frank K. Peter geleitet, wurde die Anregung gegeben, ob die sozialen Vereine hier in Bobenheim-Roxheim. nicht gerade in der Weihnachtszeit ein ähnliches Angebot auf die Beine stellen könnten.

Jürgen W. Martin

 


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