Anträge
06.11.2015, 10:39 Uhr
 
Baumbestattungen auf dem Friedhof Roxheim
Antrag der CDU- Fraktion an den Bürgermeister Michael Müller
vom 5. Oktober 2015
CDU Fraktion im Gemeinderat Bobenheim-Roxheim

Bürgermeister Michael Müller
Rathaus Bobenheim Roxheim

Fraktionssprecher:
Jürgen W. Martin
Bahnhofstr. 31
67240 Bobenheim-Roxheim
Tel. 06239 / 1786
E-Mail: juergenw.martin@freenet.de                                                    05.10.2015


Sehr geehrter Bürgermeister Müller,

die CDU beauftragt die Verwaltung, unter Bezugnahme auf die Mail von Frau Reinhardt an Sie, um Prüfung ob in Bobenheim-Roxheim als neue Bestattungsform die „Baumbestattung“ eingeführt werden kann.

Begründung:
Wir greifen hiermit nochmals eine Idee unserer ehemaligen Beigeordneten Reinhardt, des Friedhofswärters und unserer damaligen Fraktionsmitglieder auf. Das Vorhaben schien damals noch nicht umsetzbar. Da wir aber offensichtlich auf dem Friedhof Roxheim eine geeignete Fläche haben und nun auch in Beindersheim solche Bestattungen möglich sind, bitten wir um eine neue Überprüfung.
Immer mehr Menschen möchten eine Naturbestattung, die häufig in einem Friedwald angeboten wird. Dies ist oftmals für die Hinterbliebenen nicht einfach und bedingt meistens eine längere Anreise zur Bestattungsstelle.

Eine Baumbestattung in Roxheim könnte in dieser Situation eine Alternative sein. Die Gemeinde sollte in Zeiten der steigenden Friedhofsgebühren diese, hoffentlich günstigere, Bestattungsart in einer zu unseren Friedhöfen passenden Variante einführen.

Baumbestattung: Die bekannteste Naturbestattung ist wohl die unter Bäumen. Hierbei wird die Asche eines Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt oder ohne Urne im Erdreich verstreut. Die Form der Beisetzung hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Von den üblichen Erd- oder Urnengräbern unterscheidet sich die Baumbestattung vor allem durch die naturnahe Belassenheit der Grabstätte. Es gibt keine Grabgestaltung durch Bepflanzung, einen Grabstein oder das Ablegen von Blumenschmuck.
Die namentliche Kennzeichnung der Grabstätte erfolgt meistens durch ein kleines Messingschild, was am jeweiligen Baum angebracht wird. Andere Varianten sind ein gemeinsames Denkmal oder auf einigen Friedhöfen, eine Grabplatte unter dem Baum. Die Nutzungszeit einer Baumbestattung ist mit bis zu 99 Jahren deutlich länger als bei einem traditionellen Grab. Viele Privatanbieter werben damit, sich die letzte Ruhestätte schon zu Lebzeiten auszusuchen. Dabei besteht die Wahl zwischen einem Einzelbaum, einem Familienbaum oder einem Gemeinschaftsbaum. Je nach Anbieter werden bis zu 12 Urnen unter einem Baum beigesetzt.
Das Konzept stammt ursprünglich aus der Schweiz und wurde in Deutschland zum ersten Mal im Jahr 2001 von der FriedWald GmbH in der Nähe von Kassel angeboten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter von Baumbestattungen, einer der größten ist neben der FriedWald GmbH, die RuheForst GmbH.
Aber auch immer mehr Kommunen bieten Baumbestattungen an - entweder in separaten Waldstücken oder unter bestehenden Baumbeständen auf ihren Friedhöfen. Als Bezeichnung dafür haben sich insbesondere Friedpark, aber auch Urnenhain oder Ruhehain durchgesetzt. Eine Weiterentwicklung der Baumbestattung ist die Beisetzung an anderen markanten Naturelementen innerhalb eines Bestattungswaldes - wie an einer Lichtung mit Strauchwuchs oder an einem Felsen.

Quelle: naturbestattungen-online.de

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen W. Martin (Fraktionssprecher)
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